Kreativität und Lernen an der
Berufsakademie Stuttgart
Warum Kreativität in Kombination mit Lernen?
Lawinen von Wissensstoff überrollen die Studenten an Berufsakademien, auch an der Berufsakademie Stuttgart. Oftmals ist weder die Vermittlung noch die lernende Verarbeitung sehr kreativ. Die Informationsflut wird traditionellerweise linear über verschiedene Medien übermittelt: ein Satz nach dem anderen, mehr oder weniger logische Ordnungsprinzipien befolgend. Das erforderliche Verankern durch Lernen wird ebenfalls überwiegend traditionell (und lustlos?) "abgewickelt": linear mitschreiben und büffeln.
Die Problemstellung: Die Verarbeitung und Erinnerung im menschlichen Gehirn erfolgt mit starker Beteiligung von Bildern, assoziativen Verknüpfungen und Gefühlen (rechte Gehirnhälfte). Das Lernen sollte daher kreativ und lustvoll gestaltet werden.
Die Lösung: Im Lernalltag läßt sich die Verarbeitung
der komplexen Informationen leichter durch nicht-lineare und kreative
Denk-und Arbeitsweisen bewältigen, die den Vorgängen im Gehirn
eher entsprechen, d.h. in erster Linie die Funktionen der vernachlässigten
rechten Gehirnhälfte einbeziehen.
Wie funktioniert KREATIVES LERNEN?
Zur gehirngerechten Darstellung vernetzter Informationen bieten sich verschiedene Mapping-Techniken an: Mind Mapping ("Gedankenlandkarten") und Clustering ("Büschelbildung). Systematisch vernetzte Zusammenhänge lassen sich z.B. über ein Ursache-Wirkungs-Diagramm ("Ishikawa-Fischgräten-Diagramm") visualisieren. Entscheidend ist in allen Fällen, daß die Notiztechnik individuelle Freiräume läßt für eine assoziativ-kreative Darstellung. Dann kann der zu erlernende Stoff mit viel Eigenbeteiligung richtig aufbereitet und verankert werden. Als wesentlicher Zusatzeffekt kann diese Art von Wissensverankerung (=Lernen) auch Spaß machen! Dies vor allem dadurch, daß neben dem Schreiben (weniger Worte) auch mit Farben und Bildern (Aktivierung der rechten Gehirnhälfte) gelernt werden darf - es wird sogar dringend empfohlen.
An der Berufsakademie Stuttgart wird (ebenso wie in Karlsruhe, Lörrach
und Villingen-Schwennigen) Mind Mapping als eine kreative Arbeitstechnik
von Dr. Artur Hornung seit drei Jahren vermittelt.
Mind Mapping - was ist denn das?
Mind Maps sind indivivuelle Gedankenlandkarten und machen somit individuelle Denkstrukturen (gelernte Verankerungen, Assoziationsnetze) sichtbar.
Bei der Mind-Mapping-Technik wird von der Mitte eines Blattes ausgehend
eine baumartige , vernetzte Struktur erstellt. Es wird mit Schlüsselbegriffen
und mit Bildern und Symbolen gearbeitet. Dadurch werden die Funktionen
der beiden Gehirnhälften (links: Logik, rechts: Phantasie) beteiligt
und die Kreativität gefördert.
Der Aufbau einer Mind Map (sowie Anwendungen) ist in der nachstehenden Abbildung zu erkennen:
Abbildung: "Anwendungen von Mind Maps"
Die Anwendungsmöglichkeiten für Mind Maps beim Lernen sind vielfältig: Präsentation des Lehrstoffes, Mitschriften, Wiederholung (allein oder in Gruppen), Zusammenfassungen (à la "Spickzettel"), Vortragsmanuskripte, Diplomarbeitsstrukturen, usw...
An die individuellen Strukturen der Mind Maps erinnern sich die Ersteller leichter als an vorgegebene Fremdstrukturen.
Mind Mapping als vernetzende, kreativitätsbetonende Lerntechnik
gehört zum Gesamtbereich moderner Kreativitätstechniken. Diese
sind in dem 1996 erschienenen Buch "Kreativitätstechniken" zusammengestellt.
Viele Kreativitätstechniken können mit gewissen Abwandlungen
als kreative Lern-und Wiederholungstechniken eingesetzt werden.
Das 96-Seiten-Kompendium "KREATIVITÄTSTECHNIKEN" ist im Verlag Buch und Zeit in der Reihe "Management Training" erschienen und ist in den Buchabteilungen großer Kaufhausketten erhältllich zum Preis von 5,95 DM.
Bei Beschaffungsproblemen kann man sich auch direkt an den Autor wenden:
Dr. Artur Hornung, Lambertusstr. 10, 79104 Freiburg.
Dr. Artur Hornung n