Dr. Jürgen Rüttgers
Bei einen persönlichen Treffen in Oberstenfeld, machten zwei unermüdliche
Studenten Bekanntschaft mit dem Bundesminister Dr. Jürgen Rüttgers.
Als die BA-Zeit sich dem Ende neigte und das Jahrbuch der Berufsakademie
in Angriff genommen wurde, erinnerten sich die Beiden natürlich an
den Kontakt und baten den Bundesminister um ein Grußwort. Das Thema
sollte spritzig sein und zur BA passen. So wählte Dr. Jürgen
Rüttgers spontan das Lieblingskind unseres Fachleiters aus, über
das er wie folgt berichtet:
Ein Vorstandschef hat eine Einladung zu einem Konzert bekommen, bei dem "Schuberts Unvollendete" aufgeführt werden soll. Er hat aber keine Zeit an dem Abend. Deshalb schenkt er die Eintrittskarte seinem Controller.
Am nächsten Tag treffen sich Vorstand und Controller. "Wie hat
es Ihnen gefallen?" fragt der Chef. Da antwortet der Controller: "Ich leite
Ihnen meinen Bericht noch heute nachmittag zu."
In dem Bericht war folgendes zu lesen:
a) Die 4 Oboisten hatten über einen längeren Zeitraum hinweg
nichts zu tun. Ihre Anzahl sollte gekürzt und deren Aufgaben auf das
gesamte Orchester verteilt werden, damit Arbeitsspitzen vermieden werden.
b) Die 12 Geiger spielten alle die gleichen Noten, die Anzahl der Mitarbeiter
in diesem Bereich sollte daher drastisch gekürzt werden. Sollte hier
tatsächlich eine große Lautstärke erforderlich sein, so
könnte dies mit einem elektronischen Verstärker erreicht werden.
c) Das Spielen von Viertelnoten erforderte einen hohen Aufwand. Dies
scheint mir eine übertriebene Verfeinerung zu sein. Ich empfehle daher,
alle Noten auf die
nächstliegende
Halbe aufzurunden und dafür Studenten und Mitarbeiter mit geringeren
Qualitäten einzusetzen.
d) Es ist wenig sinnvoll, die Hornisten Passagen wiederholen zu lassen,
welche die Streicher bereits gespielt haben. Würden derlei überflüssige
Passagen gestrichen, könnte das Konzert von 2 Stunden auf 20 Minuten
gekürzt werden.
e) Hätte Schubert dies alles beachtet, dann hätte er ohne
Zweifel seine Sinfonie beenden können!
Redaktion n