Lyon 2003
Wagemutig
machten sich drei allseits bekannte
BA'ler auf den weiten Weg, den Wahl-Lebensraum einer abtrünnigen
BA'lerin
im fernen Frankreich zu erkunden.
Selbst die schwersten Anreisewege aus dem fernen Bayern nahm man dazu
gerne in Kauf.
Also schnell die Koffer gepackt und los – und nicht zu vergessen, den Lidl-PC, die Lampen, Brötchen, Chips, Gummibärchen, Getränke und Schinkencroissants, etc.
Kaum durchquerte das vollbeladene
französische Carepaket auf vier
Rädern die Schwabenmetropole Stuttgart, wurde nach alter BA-Manier
bereits die operativen und strategischen Zielsetzung der nächsten
3 Tage definiert: Optimierung der 3 Zielgrößen: Wein, Weib
&
"stinky french cheese".
Die 3 wichtigsten Worte, die uns dem Ziel näher bringen sollten,
lauteten: "La mignonne....olalalala...."
Bis zum mittelspäten Abend sind wir im romantisch beleuchteten Lyon, der ehemaligen Hauptstadt der Franzosen, vorgestoßen. Am nächsten Morgen nach einem leckeren "petit déjeuner" mit viel liebevoll aufgeschlagener Milch, Croissants und Eiern starteten wir unsere "Tour de Lyon" über die Hügel der Stadt.

Blick auf Lyon
5 lange Stunden später, 32442 Stufen höher und 7 Hügel weiter haben wir einen einmaligen Blick über die Stadt bekommen. Da Lyon bekannt für die Erfindung des Jacquard-Stoffes ist, durften wir als ehemalige "Weber-Lehrlinge" uns den Abstecher ins "Weberviertel" natürlich nicht entgehen lassen. Obwohl freilich kein Franzose unserem Meister Weber das Wasser bzw. den Zwirn reichen kann.
Diesen anstrengenden Tag "over the hills of Lyon" ließen wir gemütlich beim Barbeque mit Fisch, Fleisch, Gemüse und Wein ausklingen. Was uns folglich (und folgenschwer) dazu bewogen hat, am nächsten Morgen die Quellen dieses edlen Tropfens aus dem Beaujolais zu erkunden.
In aller Frühe... gut es war schon gegen Mittag… sind wir in das Anbaugebiet des berühmt-berüchtigten Beaujolais aufgebrochen. Es war noch nicht ganz Mittag als wir schon die ersten Tropfen der gekelterten Gamay Traube kosteten. Und nach dem ersten Weingut fuhren wir zum zweiten, und dann zum dritten, zum vierten, zum fünften....und wenn es nicht irgendwann dunkel geworden wäre....würden wir noch immer fahren...vorbei an der alten Kirche mit dem Weingott Bacchus, in der der gesegnete göttliche Rebensaft neben den historischen Fresken gelagert wird, oder die kleine Windmühle "Moulin-à-Vent", die uns zu einem kleinen Keks-Picknick verleitet hat.

Le moulin, les touristes et le vin.
Nach einem - vor allen für unsere Geschmacksinne - schweren Tag durfte bei dem allabendlichen Barbecue natürlich der obligatorische Rotwein ebenso wenig fehlen wie Fisch, Fleisch und original französisches Baguette.
Gut gestärkt und einem lockeren
Spruch à la "La mignonne....olalalala..."
auf den Lippen stürzten wir uns ins Lyoner Nachtleben. Das rote
Schmusesofa
im "Solas" war ein Augenschmaus, wogegen man denn "französchischen
Rapp" gepaart mit Wetter- und Wasserstandsmeldungen nicht wirklich als
Ohrenschmaus bezeichnen kann - aber dennoch eine ungewohnte wenn auch
gewöhnungsbedürftige
Erfahrung. Trotz eines kurzes Anpirschens am "Fish" ist uns auch hier
keine
"La mignonne....olalalala..." ins Netz gegangen.
Der nächste und gleichzeitig letzte Tag unserer Frankreich-Exkursion wurde durch einen kleinen Abstecher an einen Badesee abgeschlossen.
Als kurzes Management Summary lässt sich auf Seiten der Deutsch-Französischen Freundschaft folgendes verbuchen:
Die Franzosen waren erstaunt
darüber, dass es 3 Deutsche 3 Tage
lang aushalten, keinen Schluck Bier zu trinken.
Die Deutschen waren erstaunt darüber, dass es Franzosen gibt,
die keinen Korkenzieher besitzen.
Wir haben festgestellt, dass Computer in Frankreich keine Computer
sind, Microsoft aber dennoch auch hier jeden Ordinateur lahm legt.
Wir haben gelernt, dass es viele kreative Möglichkeiten gibt,
ein weichgekochtes Frühstücksei zu entblättern.
Wir haben erfahren, dass auch ganz kleine Kameras ziemlich fiese Bilder
machen können.
Und dass Lyon eine wunderschöne Stadt ist, die immer eine Reise wert ist!!



Merci beaucoup, Steph!