Silke B.


Soziapädagoge auf Abwegen

 

Einst geboren am 17. Juni des Jahres 1968 lernten wir Silke als bereits "reife" Frau kennen, die den Eindruck vermitteltet, den studentischen Charme schon längst abgelegt zu haben. Nicht lange lies die Antwort auf sich warten und bereits nach dem ersten Semester konnten sehr tiefschürfende Erfahrungen über ihren bereits abgeschlossenen Studiengang in Sozialpädagogik (FH Nürnberg) ausgetauscht werden. Silke glänzte also bereits in den ersten Vorlesungen mit psychologischem Kenntnisstand und sie versuchte uns allen klar zu machen, daß es unglaublich viel Quatsch sei, was die Dozenten in dieser Richtung so alles ablassen. Umgekehrt sahen es einige Dozenten; so konnte sie z.B. ihre AdA-Klausur in Jugendpsychologie nur mit einer leicht unterdurchschnittlichen Note belegen. Damit ist vielleicht auch mal wieder bewiesen, wie BA Noten und Klausuren zu bewerten sind. Nichts desto trotz war Silke stets in der Lage schon in der ersten Pause der ersten Vorlesung ein Persönlichkeitsprofil jedes einzelnen Dozenten abzugeben. Beispielsweise erkannte sie sofort die komplexartigen Verhaltensweisen unseres Rechtsanwaltes Beital, obwohl darüber sicherlich geschlechtsspezifische Meinungsunterschiede im Kurs herrschten. In der Klausur zeigte sich, daß selbst eine äußerst inhomogene Beziehung des Dozenten mit seinem Studenten nicht zwangsläufig zu schlechten Korrekturergebnissen führen muß. Trotz größter persönlicher Bedenken konnte Silke mit einer 1,0 in diesem Fach glänzen, und wieder mal traten die sozialpsychologischen Einflüsse in den Hintergrund. Genug nun mit all dem Psychogerede.

Was nur vom männlichen Geschlecht zu spüren war, ist die unnachahmliche Härte, mit der Silke es schaffte, jeden annähernden Flirtversuch schon im Keime zu ersticken. Schnell wurde erkannt, daß es andere Mittel und Wege geben mußte, um eine gewisse Nähe zu Silke zu erzeugen. Sämtliche Frauenwitze, Blondinensprüche und irgendwelches Macho-Gehabe waren also absolut Tabu. Hingegen fand sich in Silke ein geeigneter Gesprächspartner für die Themen: Emanzipation der Frau und die Neurosen der Männer. Schlußendlich wurde jedoch jede Möglichkeit ausgeschlossen, an Silke ranzukommen, da sie mit ihrem Peter über alles glücklich ist, bereits zusammen wohnt und es ohnehin nur noch eine Frage der Zeit zu sein schien, bis sich eine Verlobung ankündigen würde (soweit dies in das Bild der modernen Frau hinein paßt). Nach 3 Jahren BA bewahrheitete sich somit die Hypothese der unzertrennbaren Partnerschaft.

Für die Zukunft sei außerdem noch allen Lesern mitgeteilt, daß mit Silke eine Ansprechpartnerin für sämtliche Problematiken rund um die Heizung und insbesondere Minol/Brunata gefunden werden kann. Für die Aufnahme der neuen Tätigkeit gilt es besonders gute Wünsche auszusprechen, damit die entstandenen Schäden, bedingt durch einen Küchenhersteller, wieder aufgearbeitet werden können.

Alles Gute für die Zukunft, Familie, Leben, Arbeit und Gesundheit wünscht Dir herzlich

Matthias B.n
P.S. (an Silke) Leserbriefe bzgl. Textinhalten bitte an meine Adresse