Dr. Artur Hornung

Mind-Mapping als Therapie – oder Schuster bleib bei deinen Leisten
 

Es ist schon erstaunlich, was einem an einem harmlosen Tag an der BA alles widerfahren kann. So harmlos sich "Mind-Mapping" anhört, um so erstaunlicher ist was sich dahinter verbarg.

Frau Tick-Waider weiß jetzt, wenn Sie vor der Klasse auf einem Stuhl steigt und brüllt:"Ich hab’s geschafft!", die Prüfungen auch nicht besser werden, aber dafür die Klasse was zum Lachen hat. Herr Bucher machte die Erfahrung, daß niemand so schnell zurück lächelt wie das eigene Spiegelbild, man sich dabei jedoch irgendwie bescheuert vorkommt. Frau Lümers weiß nun, wenn Sie sich daran erinnern kann, daß sie ihr Bild gerade eben mit einem grünen Stift gemalt hat, die ganze Klasse in Applaus ausbrechen muß. Wir machten auch die Erfahrung, daß Chemiker, die beruflich umsatteln, unter einem enormen Spieltrieb leiden müssen, denn wie kann man sich es sonst erklären, daß man vor angehenden Diplom-Betriebswirten mit zwei Kasperlepuppen hantiert. Sonst hätten wir ja nie begriffen, daß wir zwei unterschiedliche Gehirnhälften besitzen.

Außerdem sind auch Dozenten nur Menschen. Auch sie haben eine Verdauung, die ganz besonders störend ist, wenn sie sich bei atemloser Stille bemerkbar macht. Wenigstens hatte diese Flatulenzia unserem Leiden ein Ende gesetzt. Herr Hornung (Doktor der Chemie) flüchtete so schnell wie er uns überfallen hatte - und ließ viele Fragen offen, wie z. B.:

 
Auf jeden Fall wäre es besser gewesen, wenn Herr Dr. Hornung, der Chemie treu geblieben wäre. Es ist schon erstaunlich mit was manche Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen können. Dies war eine der verrücktesten Vorlesungen an der BA an die wir uns noch lange mit einem schallenden Lachen erinnern werden.
Silke Büber n

  1