Prof. Dr. Herbert Jorzik
Herr Jorzik gehört leider zu einer sehr exotischen Spezies von Dozent. Zumindest sind mir nur sehr wenige von dieser Sorte begegnet.
Er
zeichnete
sich dadurch aus, daß es ihm nicht egal war ob wir was bei ihm
lernten
oder nicht. Außerdem glaube ich auch, daß ihm an unserem
Erfolg
etwas lag.
Er gab uns nicht einfach etwas vor, das wir hinnehmen und auswendig lernen mußten, sondern er bot uns immer verschiedene Meinungen und Ideen an, von denen wir uns dann die aussuchen konnten, die einem am plausibelsten erschienen.
Seine Vorlesungen ("Frontbeschallung" wie er es nennt) dienten nicht nur dazu Stoff für die Prüfung zu vermitteln, wie das bei manch anderem der Fall war, sondern "Wissen für's Leben" im allgemeinen und im Beruf zu vermitteln. Die Vorlesungsnotizen aus seiner Vorlesung gehören wahrscheinlich mit zu den wenigen, die es sich lohnt für später aufzuheben. Denn die meisten anderen kann man eh 1 zu 1 in Büchern nachlesen.
Ich finde es wirklich schade, daß wir ihn erst im letzten Semester gehabt haben. Die BA bräuchte mehr solcher Dozenten wie ihn und nicht immer nur solche, die einem sagen wie faul man ist und, daß man gar nicht bereit ist, mitzumachen.
Denen ist noch nie in den Sinn gekommen, daß es auch an ihrer Art und Weise liegen könnte. Denn wenn ein Dozent immer nur eine und zwar seine Meinung als richtig anerkennt, dann vergeht einem einfach die Lust mitzuarbeiten. Wenn ich eh nur sagen darf was er hören will, dann kann er auch gleich für mich bellen!!!
Herr Jorzik hat es wirklich verstanden uns mit einzubeziehen. Ihm ist es sogar gelungen unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen obwohl wir manchmal ganz schön kaputt waren, weil wir ihn sehr oft nachmittags oder aber den ganzen Tag am Stück hatten. Seine Art uns den Stoff beizubringen war leider ziemlich einzigartig an der BA.