Prof. Dr. Dieter Kluck
Herr
Kluck war
einer der wenigen Dozenten, der zumindest diejenigen, die
Materialwirtschaft
als Vertiefungsfach gewählt hatten, fast durch das ganze Studium
durch
begleitete. Durch seine aufgeschlossene und unkomplizierte Art machte
er
sich bei allen Studenten beliebt.
Im ersten Semester weihte er uns in die Materialwirtschaft ein und die Tatsache, daß über die Hälfte allein von unserem Kurs dieses Fach später als Vertiefungsrichtung wählten, sagt schon aus, daß er seine Vorlesungen meist sehr interessant gestalten konnte. Eigentlich ist es selten langweilig geworden, denn Herr Kluck versucht seine Erklärungen immer mit Beispielen aus der Praxis zu veranschaulichen (in der Automobilbranche ist Herr Kluck nicht zu schlagen und nach einem Jahr Vertiefung können auch wir uns bald als Experten bezeichnen). Außerdem wurden wir schon allein dadurch auf Trab gehalten, beim Versuch ihm zu folgen, wenn er die Folie aus dem Tageslichtprojektor mindestens fünf Meter wieder herauszog, um eine Zahl zu suchen, die er ca. eine Stunde vorher aufgeschrieben hatte. Die Zeit, die er benötigte, um die Folie wieder aufzurollen, nutzten wir dann jedesmal, um unsere Aufschriebe schnell zu korrigieren und zusätzliche Spalten noch auf das Blatt zu quetschen. Ein Teil der Studenten konnte sich darüber köstlich amüsieren, manche jedoch trieb er damit fast zum Wahnsinn.
Alles in allem würde ich Herrn Kluck zu den Dozenten zählen, auf dessen Vorlesungen man sich freuen konnte und vor denen man nicht schon morgens nach dem Aufwachen schlechte Laune bekam. Spätestens mit seinem schwungvollen, freundlichen "Guten Morgen meine Damen und Herren, auf geht’s ..." kam doch immerhin der Großteil in die Gänge.
Was Herr Kluck uns dann so erzählte, klang zwar oft sehr theoretisch und niemand konnte sich so recht vorstellen, daß solche teilweise recht aufwendige Rechenverfahren auch in der Praxis angewandt werden, aber sogar ich muß zugeben, daß ich in der kurzen Zeit, die ich jetzt im Beruf stehe, schon einige Wiedererkennungseffekte hatte.
Stellvertretend für alle möchte ich mich hiermit bei Herrn Kluck bedanken, der mit seiner Persönlichkeit und seinem Einsatz für die meisten Studenten ein Lichtblick im Studentenalltag darstellte.