Monika M.
An
unserem ersten
BA-Tag traf ich Moni vor der Schule, als sie mich ganz schüchtern
fragte: "Entschuldigung, wo ist denn hier Hörsaal 11 ?" Das war
der
Beginn einer Freundschaft zwischen dem Fischkopf Moni aus Frankfurt
(alles
nördlich von Heilbronn gilt als Fischkopf) und mir, denn von da an
teilten wir uns in der Schule den Tisch und lernten auf fast alle
Klausuren
gemeinsam. Warum sie trotzdem meistens besser war als ich ist mir heute
noch ein Rätsel! Moni mußte viele Kommentare über sich
ergehen lassen, da sie uns jeden Montag versprach, das nächste
Wochenende
ganz bestimmt in Stuttgart zu bleiben, um mit uns auf Tour gehen zu
können
und dann doch jeden Freitag nach der Vorlesung aus dem Zimmer
stürzte,
um schnellstmöglichst auf die Autobahn Richtung Frankfurt zu
kommen.
Aber Respekt Moni, Du hast Dich auch jeden Sonntag, wenn auch schweren
Herzens, wieder ins Auto gesetzt und bist zurückgekommen.
Moni hat aber während dieser drei Jahre nicht nur die meisten
Kilometer
hinter sich gebracht, sie hat auch am häufigsten ihr Studium
geschmissen.
Immer wenn Klausurphase war, war auch Moni felsenfest davon
überzeugt,
daß sie alles hinschmeißt, denn warum sich durch die BA
quälen
(und das auch noch in Stuttgart), wenn man an der Uni so ein lockeres
Studentenleben
führen kann ? Trotzdem hat ihr Ehrgeiz immer wieder gesiegt und am
Ende jeden Semesters war sie eine von denen, die die besten Noten mit
nach
Hause brachte. Moni hatte es auch wirklich nicht leicht. Nicht nur
daß
sie 200 km von daheim studieren muß, nein, dann sprechen die da
auch
noch so ´ne komische Sprache (O-Ton Moni). Als wir im dritten
Semester
einen VWL-Dozenten bekamen, der doch für einen "Fischkopf" einen
sehr
starken schwäbischen Akzent hatte, hörte man sie während
den
Vorlesungen
ziemlich oft fluchen, denn sie konnte nie mitschreiben, weil sie die
Hälfte
nicht verstanden hatte und immer nachfragen mußte. Nachdem dann
auch
noch die Freundschaft zu einem "Schwaben" scheiterte, hatte sie, glaub
ich, die Nase von Stuttgart gestrichen voll. Aber Moni, jetzt hast
Du´s
geschafft, ab jetzt kommst Du nur noch zum Spaß haben hierher.
Wir
alle hoffen, daß Du uns Schwaben nicht vergißt, vielleicht
sogar ein bißchen vermißt und bei jedem Nachtreffen dabei
sein
wirst.