Die Reise der Ballier durch Galtürien


Auf der Alm gibt’s kei Sünd
 
 

Drei Jahre nach Gründung des heiligen BA-Schwurs trafen sich die Ballier aus den Dörfern Weberrorum und Streckrorum um dem geschlossenen Frieden zu huldigen. Es mußte ein Symbol gesetzt werden, um der dreijährigen BA-Zeit ein ewiges Zeichen zu setzen. Man einigte sich, nachdem viele, bedingt durch die schlechte Sommerernte finanzielle Probleme hatten, nicht nach Mallorcanien zu gehen, sondern das Land des Paznaunum in Galtürien zu durchforsten. Durch die in all den vorherigen Jahren zurückgelegten Eroberungskämpfe war das Gebiet des Paznaunum gut bekannt und man konnte ein ehemaliges Bauernhaus als Zufluchtsort nützen. Am Tage der Abfahrt konnten sich schlußendlich acht tapfere Krieger und Kriegerinnen zusammenfinden, um die Ehre der Ballier aufrecht zu erhalten. So entschlossen sich aus Weberrorum Gombix, Lümernix, Hillmannfix, Bübix, Lurnix und Buchix mit den aus Streckrorum stammenden Beutelfix und Joosix gemeinsame Sache zu machen. Nach Stunden qualvoller Reise durchs gefährliche Bayerorum und all seinen Pässen erreichten sämtliche Krieger früher oder später das Domizil "Hallas Palast" in Galtürien. Nach Unterbringung der Marschverpflegung und Verstauung des Reisegepäcks durch die Erstankömmlinge Hillmannfix und Buchix konnte endlich das Feuer angezündet werden, damit die anderen nur noch den Rauchzeichen folgen mußten. Dazu eignete sich der in der Küche plazierte Ofen und Buchix schaffte es, sämtliche Räume bis unter die Decke mit Rauch zu versorgen, damit durch alle Fenster die Rauchzeichen hinausziehen konnten. Hillmannfix bereitete einstweilen die Wildschweinmaultaschenmahlzeit, wobei bedingt durch Lebensmitteltransportlogistikprobleme Margarine, Öl und jegliche Art von Fetten äußerst knappe Güter waren. So bediente man sich zur Feuchtung des Gaumens mit Weizenbier. Dies sollte gleichzeitig die Stärkung für den nächsten Tag sein, da es hinaufging in die Höhen des Pitztalrorum um die Skikünste aller diplomierten Edelleute zu testen. Dabei stand den tapferen Kriegern eine Gruppe österreichischer Nationalskifahrer zur Verfügung, die jedoch einen sehr schüchternen Eindruck hinterließen. Lediglich Lümernix und Bübix träumten in der nächsten Nacht davon, einmal in Ihrem Menschendasein solche Oberschenkel angefaßt zu haben. Die Hoffnung darf jedoch in Zukunft nicht aufgegeben werden, da wir mit der allseits bereiten Gombix den Paparazzi auf unserer Seite hatten. Alle freuten sich, nachdem die Skitreter endlich ausgezogen waren auf die Heimfahrt, doch wollten die Pferde von Hillmannfix einfach nicht loslaufen. Es schien so, als ob sämtliche Energie verloren war, da nicht einmal ein kleinster Hopser gemacht werden konnte. So versuchten wir mit Hilfe von Gombix’ Pferden den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Dieser Schlachtplan stellte sich als hilflos heraus, da die Pferde von Hillmannfix damit rechneten geklaut zu werden und einfach die Weggehsperre eingeschaltet hatten. Nichts passierte bis drei Krieger aus Strümpfelbachrorum sich dem Debakel näherten. Unter Gombixscher Federführung konnte mit größter Anstrengung aller Beteiligten schlußendlich das Problem doch noch gelöst werden. Das war die Erlösung schlechthin, sonst hätten aufgrund von Hupproblemen Hillmannfix und Buchix ewig im Karren sitzen bleiben müssen. Endlich zurückgekehrt dauerte es nicht lange bis die Maggi-Kochstudiokünste unserer Bübix die Herzen aller Krieger höher schlagen ließ. So lockte auch der Kamingeruch die letzten müden Krieger zum Haus. Nach all den Strapazen hatten es sich alle verdient den Genüssen des Lebens zu frönen.

Der Abend entwickelte sich zum Morgen und die interessante Themenauswahl machte es unmöglich, die gute Stube vorzeitig zu verlassen. So drückten alle Ärsche bis ins Morgengrauen richtig dicke in die Bänke. Lediglich zum Getränke holen und ablassen wurde es gestattet, die Räumlichkeiten zu verlassen. Während sich die weiblichen Krieger mit Weißwein den Abend versüßten, kämpfte der Rest darum, keine Weizenbiere mehr zurücktragen zu müssen. Gegen früh morgens entwickelte sich, angespornt durch die Gitarrenmusik eine traumhafte Chorzusammensetzung. Achtstimmig konnten gleichzeitig bis zu sechs Lieder gesungen werden. Insbesondere die Sangeskünste von Lümernix übertrafen sämtliche Erwartungen. So trällerte sie im Stehen von der Kanzel den Superoldie "Freude schöner Götterfunken". Nicht zu vergessen seien jedoch auch die Volksfestkünste von Hillmannfix. Sie versetzte das komplette Zelt in "Laurentia"- Stimmung. Bedingt durch all die Alkoholvergewaltigungen schlummerten alle tapferen Krieger in sekundenschnelle im Bett ein, soweit sie eines fanden. Das Erscheinen der Menschen zum nächsten Frühstück konnte zwar über die Zeitachse ermöglicht werden, jedoch war in den Gesichtern jeder Tropfen Alkohol ablesbar. So fühlte sich Lümernix um mehr als ein Jahr älter und Lurnix hätte bereits einen Rentenantrag stellen können. Bübix behauptete nie wieder Alkohol zu trinken, jedoch erwies sich dies nur als eine Tageswahrheit. Schließlich machten wir uns auf den Weg, um das Silvrettameer zu umgehen und an den Gipfel der Wiesbadener Hütte zu kommen. Über Stock und Stein konnten nicht alle das langersehnte Ziel erreichen, und jene die es schafften konnten auch nur einen Marathon- Zieleinlauf nachstellen. Die Pause war daher für Gombix von besonderer Kürze. Mit dem Auto heimwärts konnten noch die letzten müden Krieger kurz vor dem Umfallen eingesammelt werden. Am letzten Abend vergnügte uns Lurnix mit einer delikaten Spaghettisauce und ausreichen Spaghetti (250g pro Person). Nach dem Essen merkte man sämtlichen Kriegern die Anstrengungen der letzten Tage und Abende sichtlich an, und die Kriegerfrauen verzogen sich frühzeitig ins Schlafgemach zu einer gemütlichen ‘Lästerrunde’. Die Männer genossen noch das eine oder andere Bierchen bei sogenannten typischen Männergesprächen. Der nächste Morgen zog sich bedingt durch Beutelnix’ Mani- und Petticüre sowie Joosix’ Duschgesangseinlagen recht lang hin und so waren nur noch Just-In-Time Konzepte gefragt, um das Abenteuer-programm noch durchzuboxen, denn Lurnix mußte pünktlich um 16 Uhr abreisen, damit frisch gebügelte Jungmanagerhemden seine Brust am nächsten Tag schmücken konnten.

Galtürien wird jetzt in aller Munde sein und alle Bewohner der Dörfer Weberrorum und Streckrorum seien für das nächste Mal recht herzlich eingeladen dabei zu sein. Wir hoffen diese Kunde gelangt auch in die nördliche Region Gell-nrorum um auch denen eine Chance zu geben, die es sonst nicht so leicht haben, Zeit zu finden.

 
Buchix n